Tettnang ist weiterhin „Fairtradestadt“

Die Stadt Tettnang erfüllt weiterhin alle fünf Kriterien der Fairtrade-Towns-Kampagne und trägt für weitere zwei Jahre den Titel Fairtrade-Stadt.

Freuen sich über die Erneuerung des Titels „Fairtrade-Stadt“ für Tettnang (von links): Erich Schoepe, Susanne Metzger, Melanie Friedrich, Kurt Metzger und Kajo Aicher.

Vor acht Jahren erhielt Tettnang von dem gemeinnützigen Verein TransFair erstmals die Auszeichnung für ihr Engagement zum fairen Handel, für die sie nachweislich fünf Kriterien erfüllen musste. Bürgermeister und Gemeinderat trinken fair gehandelten Kaffee und halten die Unterstützung des fairen Handels in einem Ratsbeschluss fest, eine Steuerungsgruppe – der Agenda-Arbeitskreis „Tettnang – regional & fair“ – koordiniert alle Aktivitäten, in Geschäften und gastronomischen Betrieben werden Produkte aus fairem Handel angeboten, die Zivilgesellschaft leistet Bildungsarbeit und die lokalen Medien berichten über die Aktivitäten vor Ort.

Die Auszeichnung wurde erstmalig im Jahr 2011 durch den Verein TransFair verliehen. Seitdem baut die Kommune ihr Engagement weiter aus. Melanie Friedrich von der Anlaufstelle für Bürgerengagement der Stadt Tettnang freut sich über die Verlängerung des Titels: „Die Bestätigung der Auszeichnung ist ein schönes Zeugnis für die nachhaltige Verankerung des fairen Handels in Tettnang. Lokale Akteure aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft arbeiten hier eng für das gemeinsame Ziel zusammen. Die Stadt wird sich auch weiterhin mit viel Elan dafür einsetzen, den fairen Handel auf lokaler Ebene zu fördern.“

Das Engagement in Fairtrade-Städten ist vielfältig: In Tettnang sind das alljährliche faire Frühstück auf dem Städtlesmarkt, der digitale faire Einkaufsführer und das Fair-Play-Schulprojekt mit Fairtrade-Sportbällen nur einige Beispiele erfolgreicher Projekte in den letzten Jahren. „Wir verstehen die bestätigte Auszeichnung als Motivation und Aufforderung für weiterführendes Engagement “, sagt Kurt Metzger, Sprecher der Agendagruppe, die sich derzeit unter anderem mit der öffentlichen Beschaffung und dem Thema Plastikvermeidung auseinandersetzt.

Tettnang ist eine von über 580 Fairtrade-Städten in Deutschland. Das globale Netzwerk der Fairtrade-Städte umfasst über 2000 Städte in 36 Ländern, darunter Großbritannien, Schweden, Brasilien und dem Libanon.

„Fairtrader“ aus der Region vernetzen sich

Faire Zeichen setzen eine Reihe von Städten in der Region Städte Allgäu/Oberschwaben, deren Vertreterinnen und Vertreter sich zum Austausch in Wangen im Allgäu trafen. Foto: Stadt Wangen / sum

Vertreterinnen und Vertreter der Fairtrade-Städte Ravensburg, Friedrichshafen, Tettnang, Meckenbeuren, Bad Waldsee sowie die beiden Regionalpromoter für fairen Handel in der Region Allgäu/Oberschwaben, Félix Edgar Callejas und Martin Lang, waren zu Besuch in Wangen im Allgäu. Tettnang wurde vertreten durch Kurt Metzger, Sprecher des Agenda-Arbeitskreises „Tettnang – regional + fair“ und Melanie Friedrich, Beauftragte für das Bürgerschaftliche Engagement der Stadt Tettnang. Im Mittelpunkt stand neben dem Austausch vor allem auch die Information über das Berufliche Schulzentrum (BSW), das im vergangenen Jahr Fairtrade- Schule wurde und mit einer Klasse den Weltladen „El Sol“ betreibt.

Die Schülerinnen und Schüler der „El-Sol“-Klasse erläuterten, wie die Juniorfirma arbeitet und was ihre jeweiligen Aufgaben sind. Während sich eine Gruppe um den Einkauf kümmert, gibt es Verantwortliche für den Dienstplan, den Verkauf und vieles andere. Auf großes Erstaunen bei den Gästen stieß die Tatsache, dass der Laden auch während der Ferien offen ist. Im Ladengeschäft El Sol beim Frauentor konnte sich die Gruppe schließlich ein Bild von der praktischen Arbeit machen.

Bei Kaffee und Kuchen aus fairen und regionalen Zutaten reflektierten die „Fairtrader“ nach der Führung das Erlebte und Gehörte. Dass „El Sol“ entspannt funktioniert, habe unter anderem den Grund, dass die Stadt den Raum mietfrei zur Verfügung stelle, sagte Bernhard Baumann, ehrenamtliches Mitglied der Steuerungsgruppe. Martin Lang zeigte sich „schwer beeindruckt“, von dem was in Wangen bereits gemacht wird. „Viele Schulen schauen neidisch nach Wangen“, sagte er.

Beim anschließenden Bericht der Städte über die Dinge, die bei ihnen erfolgreich laufen, zeigte sich eine große Bandbreite: von der Messebeteiligung über eine Kaffeewette bis hin zum Hofladen-Hopping oder eine Handy-Sammelbox. Im nächsten Jahr wird das Regionaltreffen in Ravensburg stattfinden.

Arbeitskreis unterstützt Unverpackt-Laden für Tettnang

Agendagruppe unterstützt Unverpackt-Laden

Der Arbeitskreis „Tettnang – regional & fair“ organisiert schon seit geraumer Zeit verschiedene Aktionen gegen die Plastikfluten, unter anderem haben die Aktiven bei ihrem Fairen Frühstück Plastiktüten von Passanten eingetauscht gegen selbst genähte Taschen, die aus alten Stoffen hergestellt wurden. Nun möchte die Gruppe alle Tettnangerinnen und Tettnanger dazu aufrufen, die Pläne für einen Unverpackt-Laden in Tettnang zu unterstützen.

Seit über einem Jahr gibt es bereits „Wohlgefühl“, so der Name des Unverpackt-Ladens in Ravensburg. Dessen Team um die Ernährungswissenschaftlerin Alicia Dannecker hatte so viele Kunden aus Tettnang, dass es sich entschloss, auch dort eine Filiale zu planen. Hierzu benötigt es allerdings Geld für die Grundausstattung – das wie damals in Ravensburg über eine Crowdfunding-Aktion hereinfließen soll. Übers Internet können Unterstützer aussuchen, ob sie für den zukünftigen Laden spenden oder für ihren Geldbetrag lieber Geschenke mit vergleichbarem Gegenwert aussuchen wollen. Kommt das Ziel in Höhe von 30.000 Euro nicht zusammen, geht das Geld an die Unterstützer zurück oder wird gar nicht erst gebucht.

„Ein solcher Laden in Tettnang würde viel Plastikmüll und Verpackungen sparen“, so Kurt Metzger, der Sprecher des Agenda-Arbeitskreises. „Deshalb möchten wir alle Tettnanger bitten, sich mit einem Betrag, sei er auch noch so klein, zu engagieren!“ Dies ist unter diesem Link möglich: https://www.startnext.com/unverpackttettnang

Filmabend füllt Elektronikmuseum: Anregungen zum nachhaltigen Umgang mit IT-Geräten

Im sehr passenden Ambiente vieler alter elektronischer Geräte diskutierte Referent René Liceras Escalante beim Filmabend mit zahlreichen Zuschauern über die Nachhaltigkeit der IT-Industrie.

Auf sehr großes Interesse stieß der vom Agenda-Arbeitskreis „Tettnang – regional & fair“ organisierte Filmabend, der in den Räumlichkeiten des Elektronikmuseums stattfand: Selbst der letzte Platz war besetzt. In Kooperation mit dem Förderverein des Elektronikmuseums wurde der Film „Death by Design“ der amerikanischen Filmemacherin Sue Williams gezeigt. Er beschäftigt sich vor allem mit den enormen Umweltschäden durch die IT-Industrie, unter anderem im Silicon-Valley in den 1970er und 1980er Jahren sowie in China. Auch die nicht fachgerechte Entsorgung des Elektronikmülls, die Luft und Wasser aufs schwerste schädigt, wurde in schockierenden Bildern gezeigt.

Weiterlesen

„Stifte machen Mädchen stark“ Weltgebetstags-Aktion hilft syrischen Kriegsflüchtlingen

Der AK Peru St. Gallus Tettnang unterstützt die Aktion des Weltgebetstags: 

Bitte unterstützen auch Sie die Aktion. 
 
Zentrale Sammelstellen in Tettnang: 
 Rathaus; Stadtbücherei; ev. und kath. Pfarrbüro
Weitere Sammelstellen: 
Kirchen:  St. Gallus Kirche; Schlosskirche
Kindergärten: St. Gallus; Martin-Luther-Kindergarten
Schulen: Montfort-Gymnasium, Gemeinschaftsschule, Grundschule Manzenberg, Schillerschule, Grundschule Obereisenbach, Elektronikschule Tettnang, Swiss International School Friedrichshafen
Öffentliche Einrichtungen: TIB; Büro für Bürgerschaftlichen Engagement;
Private Einrichtungen:  Kinderarztpraxis Dr. Heim
                                       Weltladen Kressbronn
weitere Sammelstellen werden folgen. 
 
Sie wollen selbst eine Sammelstelle einrichten?
Schreiben Sie bitte eine mail an: Stiftaktion.tt@gmail.com
– wir unterstützen Sie gern! 

 

”Tettnang – regional und fair” sammelt alte Handys zugunsten des Fördervereins des Elektronikmuseums Tettnang e.V.

Der Agenda-Arbeitskreis ”Tettnang – regional und fair” sammelt ab sofort gebrauchte Mobiltelefone in Tettnang und führt diese anschließend einer umweltgerechten Verwertung zu.

Aktuell liegen mehr als 100 Millionen ungenutzte Handys in deutschen Haushalten, so eine repräsentative Studie des Branchenverbands Bitkom. „Jedes einzelne Gerät enthält wertvolle Rohstoffe wie Gold, Silber und Kupfer, die heutzutage problemlos recycelt werden können“, sagt Ansprechpartner Frank Jonat. „Wiederaufbereitete Rohstoffe müssen nicht mehr unter umweltschädigenden Bedingungen abgebaut werden, wodurch Natur und Mensch geschützt werden.“ Weiterlesen

Warum man trotz hoher Preise für Smartphones kein wirklich gutes Produkt erhält!

Smartphones werden immer besser, in manchen Haushalten sind diese den dortigen PC’s ebenbürtig oder sogar überlegen.
Wer einen hohen Preis bezahlen kann und bezahlen will, bekommt dafür immer noch kein faires und somit wirklich gutes Produkt.
Hier ist Handlungsbedarf bei den meisten Herstellern erforderlich!
Lesen Sie hier weiter.